Eindrücke: August 2012

Donnerstag, 30. August 2012

Libellen

Drei Libellen sind mir vor die Linse geflogen. Zwei davon ähneln sich auf den ersten Blick (also für mich als Laien wohlgemerkt!).

Die erste oben auf dem Badberg am Kaiserstuhl auf ca. 400 msm. Sie wurde mir regelrecht durch den Wind vor die Nase geweht. Sie hat sich aber nicht lange an diesem dürren Halm festgekrallt, sondern hat sich vom Wind wieder weiter treiben lassen. Wie sehr es gewindet hat, kann man auch daran sehen, dass diese Libellenarten die Flügel beim Sitzen normalerweise nach vorne "klappen" (wie auf den anderen Bildern zu sehen).

Es handelt sich um eine ziemlich frisch geschlüpfte (und eigentlich rot gefärbte), männliche "Frühe Heidelibelle" (Sympetrum fonscolombii). Die rote Färbung bekommt sie erst mit der Zeit. Die "Frühe Heidelibelle" kommt ursprünglich im Mittelmeerraum vor.


Oh je, frisch geschlüpft und schon "vom Winde verweht" ...







Ein Foto des ausgefärbten, roten (!) Männchens findet man bei Wikipedia: hier



Die zweite habe ich am Schneckenberg in Achkarren gesehen. Es handelt sich um einen weiblichen "Großen Blaupfeil" (Orthetrum cancellatum)! Endlich mal eine, die auch lange genug still gesessen ist! Sie hat sich sogar schließlich noch genau vor mir auf dem Weg niedergelassen und sich in Pose gesetzt: einmal von der Seite, einmal von vorne... Germany's next topmodel!





Und wenn es einen "großen Blaupfeil" gibt, sollte es ja auch einen "kleinen Blaupfeil" geben. Und tatsächlich: die dritte, die am Ufer eines kleinen Baches im Schwarzwald saß, ist ein männlicher "Kleiner Blaupfeil" (Orthetrum coerulescens).




Vielen Dank für die Hilfe und Absicherung der Bestimmung an das Forum "Libellen Europas"


Mittwoch, 29. August 2012

Kaiserstuhl bei Sonnenuntergang

Wenn man die Gelegenheit hat bei einen Sonnenuntergang die Rheinebene überblicken zu können, dann kann man beobachten, wie jetzt Ende August langsam Dunst und Nebel aufsteigt.



Es sind aber immer noch einige Schmetterlinge unterwegs und versuchen (alle schon ziemlich träge) die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen....

Weiblicher "Silbergrüner Bläuling" (Polyommatus coridon)


Admiral (Vanessa atalanta)


... oder sie verstecken sich unter Blättern ....

Russischer Bär (Euplagia quadripunctaria)


... alle? Nein, nicht alle! Da gibt es einen, der immer noch mit blitzartigen Bewegungen an einem Hang entlang saust, Haken schlägt wie ein Feldhase auf der Flucht, und der mich mal wieder dazu bringt, die Speicherkarte der Digitalkamera bis zum Rand mit untauglichen Fotos vollzustopfen ... 




Ein Taubenschwanz (Macroglossum stellatarum). Bei dem hier kann man allerdings den typischen "Taubenschwanz" nicht  mehr gut erkennen. Scheinbar hat er schon einiges hinter sich, so wie das ausgefranst ist. 



Sonntag, 26. August 2012

An den Blüten der Pfefferminze tummeln sich verschiedene "Echte Fliegen" mit erstaunlichen Mustern und Farben.

Gepunktete...

Gefleckte Hausfliege (Graphomya maculata)?


Fliegen mit Streifen und Schachbrettmuster ...


Fleischfliege (Sarcophaga sp. - was für ein scheußlicher lateinischer Name ... )



Rot geränderte mit schillernden Flügeln ... 

Männliche Wanzenfliege (Phasia hemiptera)


Zum Größenvergleich: die Fliege rechts hat die Größe einer normalen Stubenfliege
... ist vielleicht sogar eine, kann man nicht so genau erkennen


Nanu, eine Keilfleckschwebfliege?


Nein, bei genauerem Hinsehen entpuppt sich auch das als eine Fliege. Eine "Nowickia ferox" aller Wahrscheinlichkeit nach. Sie gehört zu den Raupenfliegen. Ich finde, sie sieht irgendwie lustig aus mit den Borsten, der "Stupsnase" und den kurzen Fühlern. Aber sie hat nicht einmal einen deutschen Namen bis jetzt.






Was immer da im Anflug ist: die Goldfliege sollte sich ducken! ;-)





Samstag, 25. August 2012

Keilfleckschwebfliegen

Der blühende Wasserdost (Eupatorium), oder auch Kunigundenkraut genannt, gehört zu den beliebten Bienenfutterpflanzen.
Doch es tummeln sich nicht nur Bienen auf den Blüten, sondern auch verschiedene nützliche Schwebfliegenarten. Im Moment vor allem auch verschiedene Keilfleckschwebfliegen (Eristalis). Bei einigen dieser Gattung gibt es nur minimale Unterschiede. Zudem können die Keilflecken innerhalb einer Art etwas variieren. Für mich als Laien lassen sie sich deshalb nicht immer sicher unterscheiden!

Zu den Keilfleckschwebfliegen gehören auch die Scheinbienen oder Mistbienen.



Bild 1 + 2: links eine Honigbiene, rechts eine Keilfleckschwebfliege (Eristalis sp.)



Bei den nächsten 3 Bildern bin ich mir schon auf Grund der Größe der Schwebfliege ziemlich sicher, dass es sich um eine "Kleine Keilfleckschwebfliege" (Eristalis arbustorum) handeln muss.







Aber bei den nächsten zweien beginnt es schwierger zu werden....
Zuerst: eine weibliche Mistbiene oder Scheinbiene (Eristalis tenax)?




Und dies hier eine männliche?:




Doch dann rate ich nur noch ...
.... eventuell sind die nächsten drei alles "Mittlere Keilfleckschwebfliegen" (Eristalis interrupta) ...






Und die letzte hier unten???? Also, ich habe irgendwann aufgegeben. Auch die verschiedenen Insekten-Datenbanken sind nicht immer hilfreich. Puh! Wenn zufällig ein Keilfleckschwebfliegen-Spezialist dies liest: ich lasse mir gerne erklären, was einfach nur eine Variante derselben Art ist und was eine ANDERE Art ist....








Die nächste ist dagegen sehr deutlich gekennzeichnet (ist aber KEINE Keilfleckschwebfliege!): es ist eine Waldschwebfliege (Volucella pellucens)








Donnerstag, 23. August 2012

Ziegen

Ziegen: Rasenmäher, Motorsensen, Heckenscheren und Enthurster auf vier Beinen. Gras, wuchernde dornige Brombeerhecken, unter denen alles zu ersticken droht, riesige Haselnusssträucher - Ziegen fressen alles mit Genuss. Auch kein Abhang ist ihnen zu steil. Zudem liefern Ziegen Milch, die zu Käse weiterverarbeitet werden kann. Darüber hinaus hat Ziegenfleisch und Wurstwaren aus Ziegenfleisch eine treue Stammkundschaft.


Es gibt dunkle Langhaarige ...


... und  Blonde mit "Collie-Frisur" ...

"Was passiert eigentlich, wenn ich an diesem mobilen Zaun einmal kräftig ziehe?

.... kurzhaarige Bergziegen ...




... und alles an Frisuren, was in dieser Saison "ziege" so trägt. Sogar Vokuhila und Irokesenschnitt ist "in"!



Während die einen sich auf dieser neu abgesteckten Parzelle erst einmal über das Gras hermachen, ...

Lange Hörner sind auch gut geeignet, um sich am Rücken zu kratzen...


.... gehen andere direkt an das mit Dornenhecken und Sträuchern gefüllte Büfett.






Zwischendurch wird am Leckstein Salz geleckt.





Einen Tag später sieht das dann so aus: das Gras ist gekürzt und die Hecken sind gelichtet.

Ist es nicht auffallend, dass als einziges die Brennnesseln noch saftig grün dastehen?




Baumstämme entrinden an unzugänglichen Stellen? Kein Problem für eine Ziege ...



Und neugierig ... neugierig sind Ziegen ja überhaupt nicht, oder?


Da kann es einem passieren, dass unvermittelt eine Ziegennase am Objektiv schnuppert ... waahhh!!



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