Eindrücke: September 2012

Samstag, 29. September 2012

Raupe

Eine ca. 5,5 cm lange Raupe mit einem auffälligen gelb-schwarzen Muster kletterte auf Nahrungssuche auf einer abgemähten Böschung entlang.







Es ist die Raupe der Möndcheneule (Calophasia lunula). Ein Bild des Nachtschmetterlings siehe hier.
Die eigentliche Futterpflanze, das "Echte Leinkraut" (Linaria vulgaris), wuchs glücklicherweise noch in der Nähe und war nicht der Mähmaschine zum Opfer gefallen. 
Wenn man sich die Pflanze anschaut, kann man sich auch vorstellen, dass DORT das gelb-schwarze Muster der Raupe eine sehr gute Tarnung ist.


Freitag, 28. September 2012

Was für ein Glück ...

.... dass die Herrschaften, die von hier aus ins Visier genommen werden ....



.... und diese Lichtung durchwühlt haben ...




.... gerade nicht anwesend waren, sonst hätte ich nämlich weder die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) entdeckt ....

 





.... noch diese Gruppe "Vierblättriger Einbeeren" (Paris quatrifolia), von denen die meisten eigensinnig einfach fünfblättrig waren ...





Sowohl die Herbstzeitlosen, als auch die Einbeeren sind Giftpflanzen, die durchaus tödliche Wirkung haben können.

Der Hauptinhaltsstoff der Herbstzeitlosen, das Colchicin, wird in der Medizin als Tabletten bei akuten Gichtanfällen eingesetzt. Aber auch da sollte der Patient genau darüber aufgeklärt sein, dass er nicht eigenmächtig die Dosis erhöhen darf.

Im Mittelalter hat man den Saft der Einbeere zum Desinfizieren bei schweren Infektionskrankheiten wie Pest und Tollwut verwendet. Daher auch der Trivialname "Pestbeere". Verwechslungsmöglichkeiten bestehen bei der Einbeere natürlich mit der Heidelbeere.



Mittwoch, 26. September 2012

Wanzen

Bei dem Wort "Wanzen" fallen einem im Normalfall nur irgendwelche blutsaugenden Viecher ein - aus vergangenen Zeiten: "Bettwanzen" - oder Ungeziefer, das gefährliche Krankheiten übertragen kann, wie
z. B. Raubwanzen in Mittel- und Südamerika, die Überträger der Chagas-Krankheit sind.

Dabei ernähren sich die meisten der verschiedenen Wanzenarten hier in unseren Breiten von Pflanzensäften, die sie aus den Blättern und Samen saugen. Unter diesen Arten gibt es welche, die oft für Käfer gehalten werden, wenn man sie an Pflanzen sitzen sieht. Bestes Unterscheidungsmerkmal: Käfer haben harte Deckflügel, Wanzen nicht.

Die signalrote Farbe und das Muster der Wanzen soll natürlich potentiellen Fressfeinden von vorne herein mitteilen: "versuch' mich gar nicht erst zu fressen, ich bin ungenießbar!"

Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus)

Feuerwanzen sind harmlose, sehr gesellige Tiere. Man findet sie meistens in großer Anzahl an einer Pflanze. Sie sind ca. 9-11,5 mm groß.



Streifenwanzen (Graphosoma lineatum)

Streifenwanzen sind ca. 9-12 mm groß. Sie sind zu Beginn der Saison eher purpurrot-schwarz gestreift. Im Laufe der Monate ändert sich die Farbe nach orange-schwarz. Futterpflanzen sind Doldenblütler, wie Fenchel oder Wiesenkerbel.



Streifenwanzen haben eine gepunktete Bauchseite!

Larve der Streifenwanze

Alle fünf Larvenstadien der Streifenwanze sind eher unscheinbar braun. Aber Streifen haben sie auch schon! Bei Streifenwanzen kann man übrigens eine Art Brutpflege beobachten: frisch geschlüpfte Larven werden von der Mutter noch eine gewisse Zeit bewacht.

Dienstag, 25. September 2012

Der Tuniberg


Einen "Steinwurf" vom Kaiserstuhl entfernt erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung ein flacher ca. 9 km langer und ca. 3 km breiter Bergrücken. Der Tuniberg. Und obwohl die beiden Erhebungen gerne "in einen Topf geworfen" werden, unterscheiden sie sich doch wesentlich nur allein schon vom geologischen Untergrund. Während der Kaiserstuhl vulkanischen Ursprungs ist, so besteht der Tuniberg aus Kalkstein mit einer Lehm- und Lössauflage.



Blick Richtung Norden zum Kaiserstuhl

Blick Richtung Westen zur Rheinebene und den Vogesen

Blick Richtung Süd-Ost Richtung Schwarzwald mit dem Belchen

Blick Richtung Ost nach Freiburg/Breisgau und dem Schwarzwald



Am Tuniberg wird nicht nur Wein angebaut (vor allem Burgunder), sondern auch verschiedene Obstsorten und Spargel.

Hier sind ein paar Eindrücke von meinen Spaziergängen im Spätsommer - oder sollte ich besser Frühherbst sagen?



Walnussbaum



Rote Tupfer an grünem Strauch: reife Hagebutten

Merdingen am Tuniberg


Sonntag, 23. September 2012

Heißluftballon

Vor ein paar Tagen fotografiert: eine Fahrt im Heißluftballon über das Markgräflerland bei herrlichem Wetter - von unten gesehen!









Und irgendwie ...  hm ... es fällt mir bei dem Anblick das Buch "Fünf Wochen im Ballon" von Jules Verne ein (Cinq semaines en ballon). Ich bin schrecklich, ich weiß; aber ich gehe doch davon aus, dass DIESE Ballonfahrt hier nicht so abenteuerlich wurde! ;-)


Samstag, 22. September 2012

Unterwegs im Markgräflerland


Im Süden des Markgräflerlands zwischen Schliengen, Kandern und Binzen wechseln sich am Saum des Schwarzwaldes sanfte Hügel, offene Hochebenen und Waldgebiete ab.





 

Waldschwebfliege (Volucella pellucens)


Waldbrettspiel (Pararge aegeria)



Donnerstag, 20. September 2012

Tagpfauenauge - Aglais io

Die Flügelunterseite fast schwarz - man könnte den Schmetterling beinahe für ein welkes, dürres Blatt halten.




So wird es wohl auch Fressfeinden des Schmetterlings, z.B. Vögeln, ergehen. Doch was für einen Schreck bekommen sie wohl, wenn der Falter seine Flügel ruckartig auseinanderklappt und es so aussieht, als ob sie plötzlich von zwei riesigen Augen angestarrt werden!






Es ist ein "Tagpfauenauge" (Aglais io) und gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
Er hat eine Flügelspannweite von 50-55 mm.

Mittwoch, 19. September 2012

Dienstag, 18. September 2012

Waldspaziergang


Ein Abendspaziergang einen Waldweg hinauf auf ca. 800 bis 850 m Höhe, um von der Hektik des Arbeitstages etwas Abstand zu bekommen.

 

Da begegnet einem keine Menschenseele, da herrscht Natur pur um einen herum. .... Und fleißiges Futtern ... alles, was am Wegrand an Blättern vorhanden ist, wird abgeknabbert.

Eine Schnecke an den Blättern des "Großen (oder Echten) Springkrauts"
(Impatiens noli-tangere).


Auch drei Raupen haben sich systematisch von Blatt zu Blatt gefressen.


Raupe des "C-Falters" (Polygonia c-album), ca. 2 cm lang, 
an einem Brennnesselblatt (Urtica)


Von einem C-Falter habe ich Anfang August ein Foto aufgenommen. So zum Vergleich, was aus der Raupe mal wird ...

Der C-Falter (Polygonia c-album) hat seinen Namen von einem weißen C-förmigen Fleck an der Flügelunterseite.






Raupe der "Flohkrauteule" (Melanchra persicariae), ca. 4,5 cm lang, 
ebenfalls an einer Brennnessel

 
Flohkrauteule (Melanchra persicariae)

Foto veröffentlicht von Olaf Leillinger unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bei
http://de.wikipedia.org/wiki/Flohkraut-Eule







Riesen-Raupe des "Mittleren Weinschwärmers"
(Deilephila elpenor)
, ca. 7,5 cm lang
.


Ebenfalls eine Raupe des "Mittleren Weinschwärmers" 
Die hier hat vor Schreck den Kopf eingezogen, was die "Augen" richtig groß erscheinen ließ.

Die beiden Raupen des "Mittleren Weinschwärmers" sitzen hier auf den Bildern an Weidenröschen (Epilobium), fressen aber auch die Blätter des Springkrauts und von Fuchsien. Sehr selten sind sie auf Weinblättern anzutreffen, wie der Name eigentlich suggeriert.

Und auch hier zum Vergleich ein Bild aus Wikipedia.
"Dieses Werk wurde von seinem Urheber Algirdas als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit. http://de.wikipedia.org/wiki/Mittlerer_Weinschw%C3%A4rmer"





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