Lauchschrecken


"Lauchschrecken" (Mecostethus parapleurus) stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Deutschlandweit Gefährdungsstufe 2, für Baden-Württemberg gilt Vorwarnstufe.




Es sind weniger die Fressfeinde (s. Post vom 12.08.2012), die den Bestand an Lauchschrecken dezimieren, als vielmehr der Mensch, der ihnen den Lebensraum immer mehr beschränkt. Die Lauchschrecke ernährt sich von Kräutern und Gräsern, und bevorzugt Feuchtwiesen oder Wiesen an kleinen Teichen oder Bächen. Sie lebt durchaus aber auch auf Trockenwiesen mit hohem Gras.





Als Gefährdungsursachen gelten laut Roter Liste Baden-Württemberg zum einen die intensive Nutzung von Wiesen, also häufige Mahd und vermehrte Düngung, sowie der Einsatz von hochtechnischen Maschinen. Zum anderen werden oft Wiesen in Ackerland umgewandelt oder werden aufgeforstet. Auch das Trockenlegen von Feuchtwiesen, oder der Rückgang von Auen trägt zur Gefährdung der Lauchschrecke bei. Als Schutzmaßnahmen werden empfohlen, Wiesen zeitversetzt in kleineren Parzellen zu mähen und den Düngereinsatz zu reduzieren.





Die männlichen Lauchschrecken können bis 22 mm groß werden, die Weibchen bis 28 mm. Damit gehören sie zu den größten einheimischen Kurzfühlerschrecken. Sie sind meist hellgrün (vor allem die Weibchen), es gibt aber auch gelbgrüne bis olivgrüne Färbungen, wie auf dem letzten Bild zu sehen. Auffällig ist der schwarze Strich, der auf beiden Seiten von den Augen zum Flügelansatz läuft.


Link: Rote Liste der gefährdeten Arten Baden-Württemberg


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