Eindrücke: Bodensee im Herbst, Teil 4: von "Lindau" nach "Wasserburg"

Samstag, 27. Oktober 2012

Bodensee im Herbst, Teil 4: von "Lindau" nach "Wasserburg"


Der Nahverkehr ist am Bodensee sehr gut ausgebaut. Man kommt schnell mit Zug, Bus, oder Schiff an jeden beliebigen Ort am See. So ist es ganz angenehm, dass man die Möglichkeit hat, mit dem Zug zu einem Ort hinzufahren, um dann von dort aus zu Fuß (oder Fahrrad) zu einer Tour zu starten.

Heute also nehme ich Sie mit zu einer Tour von Lindau nach Wasserburg am Seeufer entlang.
Leider ist es überall am See nie auf der ganzen Strecke möglich, direkt am Ufer entlang zu gehen, da immer mal wieder Privatgrundstücke zwischen den öffentlich zugänglichen Abschnitten liegen oder Naturschutzgebiete, in denen man eben nicht herumtrampeln sollte.




Lindau wird 882 das erste mal urkundlich erwähnt. Die große Kreisstadt liegt auf dem bayerischen Landesteil und hat auf der vorgelagerten Insel eine schöne, historische Altstadt zu bieten. Diese zu besuchen lohnt sich auf jeden Fall, wie es sich auch lohnt die Insel selber einmal zu umrunden. Ein Bild der Hafeneinfahrt ist hier zu sehen.

Altes Rathaus

Mangturm, um 1200 als Leuchtturm erbaut,
war gleichzeitig der Endpunkt der alten Stadtmauer

Blick Richtung Österreich und Liechtenstein


Jedes Jahr wird am bayerischen Seeufer ca. 10000 m^3 Sturmholz angeschwemmt. Besonders im Herbst gelangt Sturmholz durch die vielen Zuflüsse in den See.




Mit Hilfe von Baggern und Räumbooten wird das Holz regelrecht eingesammelt und in Häckselanlagen zerschreddert. Die Holzhäcksel werden dann entweder zur Energiegewinnung in entsprechenden Anlagen verbrannt oder zum Mulchen verwendet.




Wenn man dann weitergeht Richtung Wasserburg, kommt man bei Bad Schachen in den Lindenhofpark. Im Auftrag des Lindauer Handelsherr Friedrich Gruber entstand ab 1840 ein Park mit verschiedenen Häusern und Gärten.


Sogar diese kleine Anlegestelle im Park ist voll Sturmholz


Dann geht der Wanderweg weiter vorbei an Apfelbäumen und Gemüsefeldern ....


.... bis man schließlich in Wasserburg ankommt.


Die zu Wasserburg gehörende Halbinsel mit der Kirche St. Georg und dem Schloss Wasserburg ist sehenswert. 784 wird erstmals der Name in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt. Es folgte eine wechselhafte Geschichte, in deren Verlauf Wasserburg immer wieder den Besitzer wechselte. Aber das würde meinen Blog hier sprengen! Wer sich mehr dafür interessiert, hier ist ein Link.


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