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Es werden Posts vom Oktober, 2012 angezeigt.

Bodensee im Herbst, Teil 8: Überlingen

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Kommt man in Überlingen mit dem Zug an, staunt man als erstes. Denn der Bahnhof ist nicht so, wie man sich einen Bahnhof einer Stadt mit mehr als 22000 Einwohnern vorstellt.

Tief unten zwischen feuchten Mauern steigt man aus und geht dann eine Treppe hoch zum Busbahnhof und zur Stadt.



Wenn man sich die ganze Sache dann von oben ansieht, dann bekommt man schon eine Ahnung, was das ursprünglich war. Da wir nicht in Disney-World sind, sondern in einer Stadt, die im Jahre 770 das erste mal urkundlich erwähnt wird, müssen diese Mauern und Türmchen wohl echt sein.



Und die letzte Sicherheit gibt einem der Blick auf einen historischen Kupferstich, der Überlingen um das Jahr 1650 zeigt.
1895 nahm die Eisenbahngesellschaft der "Bodenseegürtelbahn" den Abschnitt "Stahring - Überlingen" in Betrieb. Aus Platzmangel wurde hier in der Stadt dieses Teilstück der eingleisigen Strecke einfach in den historischen Stadtgraben verlegt!





Ein Teil der historischen Altstadt ist erhalten …

Bodensee im Herbst, Teil 7: von "Langenargen" nach "Friedrichshafen" durch das Eriskircher Ried

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Vom Eriskircher Ried habe ich ebenfalls schon im Sommer berichtet. Da es sehr interessant ist zu vergleichen, wie sich die Natur verändert, füge ich hier mal den Link zu dem Post ein.
Diesmal durchqueren wir das Eriskircher Ried allerdings in der anderen Richtung. Es ergab sich für mich eine andere Perspektive!

Nun kommen Sie einfach mit mir mit. Der Durchgang durch das Eriskircher Ried am Computer hat natürlich den Nachteil, dass man nur einen der Sinne verwenden kann. Der Gesamteindruck besteht aber nicht nur aus dem Sehen, sondern auch aus dem Hören der zig verschiedenen Vogelstimmen, und dem Duft von Blüten, Laub, Gras, Erde und Wasser.
Sie haben jetzt nur einen einzigen Vorteil: von Ihnen wird niemand von Stechmücken gepickst!







Normalerweise kommt man nicht direkt an den See. Das Gebiet vom Seeufer durch den Schilfgürtel soll den Pflanzen und Tieren alleine gehören (ist ja deshalb auch ein Naturschutzgebiet). An ein paar ausgewählten Stellen sind Stege und Aussichtsplattformen ei…

Weiterer Zwischenbericht

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s. Post vom 27.10.2012
Aktuelle Lage zum Wintereinbruch


Wie ja zu erwarten war, waren diese Schneemassen nur ein Intermezzo. Heute begann es in den Niederungen schon wieder zu tauen.
Aber es hat Spuren hinterlassen. Der Schnee war sehr nass und schwer. Dazu kam noch das Problem, dass das meiste (teilweise sogar noch grüne!) Laub immer noch an den Bäumen hängt. Dadurch rutschte der Schnee nicht von den Ästen herunter, sondern blieb darauf liegen.


Am schlimmsten hat es allerdings einen unserer altehrwürdigen Apfelbäume getroffen. Einer der großen Hauptäste ist unter der Schneelast abgebrochen!







Wie bereits erwähnt, hier "unten" taut es schon wieder. Aber der Belchen bietet einem jetzt Ende Oktober bereits ein Winterpanorama!









Bodensee im Herbst, Teil 6: von "Unteruhldingen" nach "Meersburg"

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Man hat schon vor etlichen Jahren damit begonnen, den Durchgangsverkehr vom See weg ins Hinterland zu leiten. Die Hauptverbindungsachse Richtung Osten führt nun mal hier vorbei. Doch die teilweise engen, sehr malerischen Orte direkt am See konnten die "Fluten" an LKW und Autos irgendwann nicht mehr verkraften. Durch die Umgehungsstraßen haben die entlasteten Orte wieder sehr an Charme gewonnen.

So ist es auch nicht so dramatisch, dass der Bodensee Rundwanderweg zwischen Unteruhldingen und Meersburg erst einmal ein Stück an einer Landstraße direkt am See entlang geht.
Auf ca. halber Strecke kann man dann von der Straße weg auf einem Pfad am Seeufer entlang gehen, an verschiedenen Stellen ist der Zugang zum See möglich. Orte die bei schönem Wetter auch einfach zum Verweilen einladen.





Die ca. 0,45 qkm große Insel Mainau ist im Besitz der aus Schweden stammenden Adelsfamilie Bernadotte. Das Klima hier am See ist so günstig, dass im Mainauer Schlosspark mediterrane Pflanzen wach…

Bodensee im Herbst, Teil 5: Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen

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Im Jahr 1922 begann alles. Man hatte die Idee, die archäologischen Funde von versunkenen Pfahlbaudörfern rund um den Bodensee wieder nachzubauen, um eine Vorstellung zu vermitteln, wie das Leben der Menschen am Bodensee von der Steinzeit bis zur Bronzezeit aussah. Das älteste Haus ist eine Rekonstruktion eines Hauses von ca. 4000 v. Chr.! Die Häuser der Bronzezeit beruhen auf Funden, die man auf ca. 1050 - 1000 v. Chr. datieren konnte.



Seit 2011 gehören die historischen Pfahlbausiedlungen am Bodensee zum UNESCO Weltkulturerbe.



Und nun begleiten Sie mich zu einem Rundgang durch das Pfahlbaumuseum.
IN den Häusern darf man nicht fotografieren. Das Pfahlbaumuseum  finanziert sich u.a. aus dem Verkauf von Bildmaterial und Büchern. Denn es ist KEIN staatliches Museum, sondern es wird bis heute mit sehr viel Engagement von einem privaten Verein geführt.
Ich möchte Ihnen aber mit dieser kleinen "Reportage" einen Vorgeschmack geben, was Sie erwartet. Alle, die sich für die Wurzeln un…