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Es werden Posts vom Juli, 2012 angezeigt.

Der Kaiserstuhl, Teil 4

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Vor allem in der ökologischen Landwirtschaft, wo mineralische Dünger (Kunstdünger) verboten sind, wird zur Stickstoffanreicherung der Böden die Gründüngung eingesetzt. Dafür werden Pflanzen ausgesäht, die in der Lage sind, viel Stickstoff und andere Nährstoffe zu binden. Nach dem Absterben im Herbst und Winter verrotten diese Pflanzen und geben die Nährstoffe wieder an den Boden ab. Dafür geeignet sind hauptsächlich Wicken, Kleearten, Phacelia, sowie Kreuzblütler wie der weiße Senf.


Gründüngung hat noch weitere Vorteile. Durch das Wurzelwerk der Pflanzen wird der Boden gelockert, das Ausschwemmen von Nährstoffen aus dem Boden wird reduziert, die Pflanzen sorgen für gleichmäßigere Temperatur und Feuchtigkeit. Außerdem locken die Blüten viele nützliche Insekten an.





Der Kaiserstuhl, Teil 3

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Es gilt heute nicht nur die Folgen dieser in den 1970er Jahren gebauten Großterrassen zu reparieren, sondern es steht auch der Naturschutz im Vordergrund. Durch die einmalige Lage und das besondere Klima haben sich am Kaiserstuhl einige besondere Pflanzen- und Tierarten erhalten.

Man versucht Biotope zu schaffen, wie z.B. durch das Errichten von Trockenmauern zur Stützung der Rebterrassen.




Die Errichtung von Trockenmauern ist Schwerstarbeit. Für 1 qm Mauerfläche muss ca. 1 Tonne Steine bewegt werden. Aber diese Mauern haben viele Vorteile: das dunkle Vulkangestein speichert die Sonnenwärme und gibt sie nachts wieder an den Boden der darüberliegenden Rebterrasse ab. Zudem bieten die Nischen und Hohlräume ideale Unterschlupfmöglichkeiten für Eidechsen und andere wärmeliebende Tiere, wie auch tagsüber für Nachtfalter.


Hier findet man noch etwas mehr über diesen Nachtfalter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Russischer_B%C3%A4r



Der Kaiserstuhl, Teil 2

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Ein Teil des Kaiserstuhls ist Naturschutzgebiet, andere Teile werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Durch das stellenweise mediterrane Klima gehört dieses Gebiet zu den wärmsten Gegenden Deutschlands. Schon die Römer wussten dies zu schätzen und bauten hier Wein an. Im Jahr 769  n. Chr. wird der Weinbau am Kaiserstuhl das erste mal urkundlich erwähnt. Heute macht der Weinanbau den größten Teil der landwirtschaftlich genutzen Flächen am Kaiserstuhl aus.
Da bei Bewirtschaftung von klassischen Rebhängen der Lössboden zu sehr erodierte, schuf man kleinere Terrassen.






Sehr umstritten war die Schaffung von Großterrassen zwischen 1970 und 1976. Sie sollten die Bewirtschaftung mit Maschinen ermöglichen. Sie veränderten aber nicht nur die Landschaftsform völlig: das Bild des Kaiserstuhl war an diesen Stellen nicht mehr geprägt durch idyllische Hänge und Hügel, sondern durch eckige, hohe, graue Mauern, die die Rebterrassen stützten. Außerdem hatten diese Großterrassen den nachteilig…

Der Kaiserstuhl, Teil 1

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Der Kaiserstuhl ist ein kleines im Rheintal gelegenes Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands und war vor
16 Millionen Jahren noch ein aktiver Vulkan. Auch heute kann man noch an einigen Stellen einen Blick auf diese Vergangenheit werfen: Teile von Lavaströmen und durch Vulkanausbrüche entstandenes Tuffgestein lassen die Entstehungsgeschichte erahnen. 








Etwa vor 15 Tausend Jahren entstand die heutige Lössbedeckung. Löss ist ein Sediment, was durch Erosion anderer Gesteine entsteht und durch Wind transportiert wird. Die lockeren Lössböden können sehr gut Wasser speichern und sind sehr fruchtbar.




Nun, liebe Blogbesucher, mal ganz ehrlich, wem ist sie aufgefallen im fünften Bild? Perfekt getarnt:



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Ein barocker Schnörkel ....


.... eine "Schiller"-Locke ....


.... pure Anhänglichkeit ....


.... sprießende Haare ....


.... eine gelbe Blüte ....



.... ein gekröntes Haupt ....



.... na, wenn das mal nicht ....


.... eine Gurke ist!




Aufgewärmt am 14. Januar 2018 als Blogbeitrag zu
Herrn Ackerbaus 




Blauer Natternkopf

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Der blaue oder gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) gehört zu den Borretschgewächsen und liebt sonnige Standorte. Hier in der Gegend findet man ihn oft auf Schuttplätzen, an sonnigen Wegen und an den Hängen des Kaiserstuhls. Die blauen Blüten der bis zu 80 cm großen Pflanze fallen einem von weitem schon auf.



Und auch dieses mal fallen sie mir natürlich sofort auf. Doch - nanu, denke ich, was sitzt denn da? Eine Kellerassel mit Haaren?



Nein, es hat Flügel. Das Tierchen fliegt sehr schnell und ist kaum mit der Kamera einzufangen. Es kriecht immer wieder in die Blütenkelche hinein, ernährt sich also von Nektar.




Es dauert ganz schön lange, bis ich endlich die Gelegenheit habe, das GANZE Insekt zu fotografieren.




Endlich, es sitzt mal für ein paar Sekunden still - es ist ein Wollschweber (Bombylius sp.) und gehört zu den Fliegen.


Sonnenblumen

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Es passiert immer mal wieder, dass im Winter vom Vogelfutter Sonnenblumenkerne auf den Boden fallen. Und manchmal keimen diese im Frühjahr. Dann lassen wir die Pflänzchen einfach wachsen: wenn schon Vögel ihr Fressen selber "säen", sollen sie es auch bekommen, und WIR freuen uns über die schönen Blumen.  Deshalb heute: von der Knospe bis zum "Selbstbedienungs-Imbiss" für Vögel ... 











Übrigens:
Sonnenblumenöl kann prinzipiell auf zwei verschiedene Arten aus den Kernen gewonnen werden. Einmal durch Kaltpressung, wobei das Öl nicht über 30°C erwärmt wird und dadurch die meisten Vitamine und Fettsäuren erhalten bleiben. Die gute Lagerbarkeit von Sonnenblumenöl ist auf den hohen Vitamin-E-Gehalt zurückzuführen.
Öl, was durch Extraktion gewonnen wird, wird dabei auf über 200°C erhitzt. Natürlich gehen bei diesem Prozess die meisten Vitamine und Fettsäuren verloren. Das gewonnene Öl ist aber höher erhitzbar.


Wildkräuter

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Wer denkt nicht automatisch an die Italienische Küche und an Mittelmeer-Kräuter, wenn er Oregano, Majoran oder Thymian hört.
Doch die Verwandten dieser Kräuter wachsen hier bei uns auf der Wiese vor der Haustüre. Sie passen beide gut zur Mediterranen Küche, zu Soßen und Fleischgerichten.




Oregano kann auch medizinisch als Tee bei Verdauungsbeschwerden und  Erkältung verwendet werden.






Die Inhaltsstoffe des Thymians wirken krampflösend, schleimlösend und desinfizierend. Entsprechend wird die Heilpflanze in der Medizin bei Husten und Bronchitis, sowie bei Krämpfen des Magen-Darm-Trakts eingesetzt.

Beide Pflanzen findet man an Wiesen- und Waldrändern. Wenn man ein oder zwei Blätter zwischen den Fingern zerreibt, wird das etherische Öl freigesetzt, und man riecht das würzige Aroma. Beides sind gute Bienenweiden. Also Vorsicht beim Pflücken der Kräuter!